Tourismus früher und heute

Von am 18. Februar 2015 in Reisen, Tourismus

Der Skitourismus begann kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Damals war vor allem der Arlberg eines der Ziele, das mit den Skiern erklommen werden musste. Da der Erste Weltkrieg den Tourismus vollständig zum Erliegen brachte, verloren viele Tourismusgemeinden ihr Ansehen und auch jede Menge an Umsatz und mussten nach und nach wieder aufgebaut werden.

www.bergbahnen-wagrain.at

 

 


 

 


 

 

 

 

 

 

 

www.bergbahnen-wagrain.at

Die Beherbergung fand früher in einfachen Pensionen und Gasthäusern statt – zur Not wurde auch im Heu geschlafen. Die Bäuerinnen und Hausfrauen brachten auf den Tisch, was Sie im Sommer eingekocht und produziert hatten (Gemüse, Obst, Marmelade, Käse, Hartwurst) und was die Landwirtschaft der näheren Umgebung hervorbrachte. So wurde ein „Holzhackermus“ oder eine Brotzeit mit Speck und Käse als Hauptspeise serviert. Ich spreche von einer Zeit, in der es noch keine Skilifte gab. Junge Männer aus den Orten trugen den hübschen Damen und den reichen Herren die Skier die Piste hinauf. Natürlich waren es Holzskier und von einer Skikleidung wie man sie heute hat, war damals noch keine Rede. Schicht um Schicht packten sich die Abfahrer  ganz ohne eine Wassersäule von 4.500 mm ein. Die Frauen mussten damals in weiten, langen Röcken mit den Schiern fahren. Auch der Stil war ein anderer, bevorzugte man früher lange und gerade Ski die man in kurzen Schwüngen hin und her manövrierte, so ist heutzutage alles etwas lockerer und jeder fährt gerade so wie es ihm passt. Auch von Kunstschnee wurde damals noch geträumt. Moderne Beschneiungsanlagen wie heute gab es damals noch nicht.

Museum Tiroler Bauernhöfe

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Museum Tiroler Bauernhöfe

Auch für die Sommerfrische ist Österreich und vor allem Tirol und Salzburg ein ideales Ziel. Mit dem Bau der Eisenbahn, kamen noch mehr Leute und es wurden die ersten Hotels gebaut. Um Umweltprobleme machte sich damals noch keiner Sorgen. Heute macht man sich wieder mehr Gedanken wo man nun einen Skilift erbaut, oder wo ein 5 Sterne Vital-Hotel  hingestellt wird.

Die Skiorte waren schon immer ein Naturjuweldie Winterlandschaft, die Bergwelt, die frische Luft, das gleißende Licht. Das war vor 150 Jahren in St. Moritz im Wintertourismus nicht anders als heute in Garmisch oder Sölden. Doch die Erwartung des Wintergastes hat sich seither gesteigert. Nun werden Hotels mit Wellness und Zusatzangeboten mehr gebucht denn je. Luxus im Winter ist Trend. Klar gibt es noch Urlaub am Bauernhof und Übernachtungen auf einer Hütte. Jedoch muss alles so edel wie möglich sein. Die Almhütte sollte nicht nur fließend Wasser haben, sondern auch Solarium und Bodenheizung. Und auf dem Bauernhof darf keine Wäsche aufgehängt werden, denn das zerstört das Bild der schönen Umgebung.

skilauf.rauris,.net

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                          skilauf.rauris.net

Auch die Sportarten im Winter haben sich vermehrt, gab es früher Skifahren und Langlauf, so gibt es heute von Snowtubing über Skijöring bis zum Zeigen der besten Tricks im Funpark alles, was man sich auf Schnee vorstellen kann. Doch gerade das gehen von Skitouren hat seine Beständigkeit. Wo man im Sommer hin will, will man im Winter auch hin – und so Kaufen sich die Hüttenwirte große Autos mit viel Kraft und bringen die ausgefallensten Köstlichkeiten, Toilettenpapier und Frühstücksbrötchen in luftige Höhen um die Gäste dort begrüßen zu können.  Die meisten können auf Luxus  hoch in den Bergen verzichten, aber oft denkt man als Gast nicht nach – man will sich immerhin einen schönen Tag machen.  So nimmt alles seinen Lauf und jeder bekommt, was er sich wünscht.  „Back to the Roots“ und Nature Adventure sind wieder total im Kommen (vor allem bei jungen Aktiven), doch sollte sich jeder überlegen, was man von der Natur erwartet und wie man mit der Umwelt umgeht. Man sollte sich nicht beklagen, wenn man auf  1700m Seehöhe kein chinesisches Wok-Gericht bekommt und man beim Skifahren nicht jede Abfahrt nehmen kann. Die Natur hat eben ihre Launen und das Gebirge seinen Stolz  – so sagt man: Wenn man den Berg zu sehr kitzelt, wehrt er sich. Meiner Meinung nach sollte man seinen Müll auch wieder selbst im Tal entsorgen und nicht jedes, unter Artenschutz stehende Blümchen pflücken. So werden wir uns die Schönheit unserer wunderbaren Umgebung erhalten und noch lange davon profitieren.

Was meint Ihr dazu? Hab ihr Erfahrungen gemacht?

Liebe Grüße,
eure Tamara