Törggelen

Von am 4. Oktober 2013 in Bräuche, Reisen

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Törggelen – eine Art Erntedank – ist ein südtiroler Brauch und zieht die Menschen in Europa mit seiner Kulinarik magisch an.
Törggelen (abgeleitet aus dem Lateinischen und bedeuetet Weinpresse) bezeichnet den Südtiroler Brauch, im Herbst, nach der Weinlese in geselliger Runde eine Mahlzeit einzunehmen. Dieses Festmahl wurde traditionell vom Winzer für seine Mitarbeiter und Erntehelfer nach der körperlich anstrengenden Weinlese ausgerichtet.
Typisch für eine Törggele-Mahlzeit sind Sußer oder Sturm (Traubenmost in den ersten Tagen der Gärung) und junger Wein als Getränk sowie geröstete Kastanien, Nüsse und eventuell süße Krapfen. Als Hauptgericht gab es früher hauptsächlich Speck und Kaminwurzen (meist aus hauseigener Produktion) und Roggenbrot, oder einfache Gerichte aus der Bauernküche Südtirols. Heute werden meist deftige Schlachtplatten mit Surfleisch, Sauerkraut, diversen Würsten (Blut- und Hauswurst), Knödeln u. a. serviert.
Inzwischen hat sich der Ort des spätherbstlichen Törggelens in die Buschenschänken / Heurige verlegt und wurde eine bekannte Touristenattraktion.

 

Tanja Poot

Ich arbeite bei unserer Firma im Verkaufsteam BeNeLux und blogge gerne über allgemeine Themen aus meinem Leben. Ich lebe gerne hier in meiner Wahlheimat Tirol in dieser wunderbaren Natur in einer Traumkulisse.

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