Der elektronische Tod des gedruckten Wortes

Von am 17. February 2014 in Allgemein

Ich. Liebe. Bücher.

Reale Bücher. Die man in Händen halten und durchblättern kann. Dieser betörende Duft von frisch bedrucktem Papier. Die unberührten Seiten voller Buchstaben, Wörter, Sätze, die gemeinsam Geschichten erzählen. Im Buchladen schweift mein Blick voller Vorfreude über Buchumschläge, meine Finger liebkosen Buchrücken. Köder sind entweder Titel oder Aufmachung eines Buches. Sie nehmen dich an der Hand und entführen dich in fremde Welten. Es ist aufregend wie eine junge Liebe. Eine neue Liaison. Man lacht und weint gemeinsam. Man verliert sich in ihrer Welt.

Und dann schlägt das digitale Zeitalter wieder mal rücksichtslos zu.

E-Reader. E-Books.

Sie kamen, sahen und … nein, gesiegt haben sie bislang noch nicht. Doch haben sich Texte endgültig von der Fessel des gedruckten Buches befreit. Berühmte Werke noch berühmterer Literaten fühlen sich im Cyberspace offensichtlich genauso wohl wie auf antikem Papyrus. Und darum scheint die Gattung „Buch“ auch vom Aussterben bedroht. Was natürlich die unterschiedlichsten Reaktionen auslöst.

Ich, als leidenschaftlicher Bücherwurm, sehe darin definitiv eine Bedrohung meines Bücherschranks. Darum boykottiere ich die Idee der digitalen Bücher auf ach so modernen Bookreadern. Von Anfang an. Weder kann noch will ich mich mit dem Gedanken anfreunden, dass ich künftig meine Dosis Lesestoff von einem kleinen, schwarzen, elektronischen Kästchen erhalten soll. Blättern per Touchscreen. Nur ein flüchtiges Streifen über den Bildschirm. Allein der Gedanke lässt mir die Haare zu Berge stehen. Ein Buch nicht mehr physisch in der Hand zu halten, ich kann es mir schlicht und ergreifend nicht vorstellen. Mir würde das „Haptische“ beim Lesen einfach fehlen.

ebooks-lesen.de

Und Eselsohren! Unterstrichene Passagen! Herausflatternde Lesezeichen!
Mal ehrlich, in virtuell geht das eben nicht. Und keiner sieht das Cover und kann mich heimlich für meine Intellektualität bewundern.

Ein ganzes Bücherregal mit auf Reisen

Doch mein persönlicher Wendepunkt scheint nun gekommen. Aufgrund einer weiteren Leidenschaft meinerseits, dem Reisen. Und das mit möglichst kleinem Gepäck. Für gerade mal zwei Wochen Urlaub plane ich 2-4 Bücher mit ein. Das fällt über kurz oder lang natürlich sprichwörtlich ins Gewicht, nämlich ins Packgewicht.
Und da ich mich auf kurzzeitigen Reisen nur sehr ungern von meinen Lieblingen trenne (auf Langzeitreisen tauscht man mit Gleichgesinnten, sodass einem der Stoff nicht ausgeht!), kommt hier das E-Book gerade richtig. Natürlich, als Textträger sind E-Books unschlagbar. Ein ganzes Bücherregal mit auf Reisen zu nehmen ist schon ein Argument. Und das bei geringstem Gewicht. Damit kann das gedruckte Exemplar nicht konkurrieren. Das ist aber auch aktuell der einzige Grund, warum ich auch fürs Bücherlesen auf das digitale Zeitalter umsatteln werde.

Natürlich gibt es noch zig weitere Pro und Contra für E-Reader, doch die sind für mich irrelevant. Zumindest noch. Ich vermute, dass, wie bei vielem, auch hier die goldene Mitte die ideale Lösung ist. Beide Formen können vielleicht in Frieden nebeneinander existieren und sich sogar gegenseitig ergänzen.

Im Grunde ist es auch egal “worauf” man liest, Hauptsache man liest.

Ich bin bereit für den Selbsttest. In guten wie in schlechten Zeiten.
Bis dass der letzte Satz uns scheidet.

Eure, sich-nur-noch-verhalten-gegen-digitale-Lektüren-sträubende Lisa

Quelle: www.wikipedia.com, www.chip.de, www.ebooks-lesen.de, www.marctv.de, www.womenshealth.de

Lisa Klingler

hallo erst mal, ich bin Lisa. bei TraPa findet ihr mich in der Gruppenabteilung PM DACH. bei Musikveranstaltungen, Sonderreisen oder Firmenevents berichte ich von vorderster Front - erste Reihe fußfrei sozusagen - ob zu Berg, zu Tal oder zu Wasser. privat bin ich leidenschaftlicher Backpacker, sportaffin und am Erhalt unseres Planeten interessiert. ich freue mich über jegliches Feedback, Fragen, Kommentare, Wünsche und Anregungen. in diesem Sinne...happy reading!

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