Auf den Spuren von Mozart (unterwegs im Rom der Alpen)

Von am 20. März 2014 in Mitarbeiter, Workshops & Seminare

 

Morgens halb 8 in Waidring. Nein kein Knoppers. Dafür überraschen uns unsere Kollegen mit Brezen. Heute sind wir auf Infotour im Nachbarbundesland Salzburg, das auch Rom der Alpen genannt wird, unterwegs. Wir, das sind das Produktmanagement Team BA (Bienvenue Autriche) und DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) sowie unsere Kollegen aus der Operations Gruppenabteilung.

Ob frisch verliebt, kulturvernarrt oder einfach nur neugierig auf etwas Neues: Salzburg hat für jeden etwas zu bieten. Mittelalterlich anmutende Winkel und Gassen, verspielte Blumengärten und moderne Architektur befinden sich nur wenige Gehminuten voneinander entfernt.

Wir beginnen unsere Infotour mit einer Stadtführung, die von einem geprüften Salzburger Fremdenführer durchgeführt wird und ca eineinhalb Stunden dauert. Punkt 09.30 Uhr starten wir genau dort, wo auch unsere Gruppen normalerweise abgeholt werden. Am Busparkplatz Paris-Lodron-Straße. Unser Guide macht auch (getreu dem Original) seinen ersten Stopp mit uns bei den Toiletten. Danach geht die eigentliche Tour los.

Mamorsaal, Schloss MirabellPegasus, Schloss MirabellWir spazieren durch den berühmten Mirabellgarten mit Pegasus-Brunnen, Rosenhügel und Zwergerlgarten, bevor wir das Schloss betreten und einen schnellen Blick (eine Hochzeitsgesellschaft wartet vor den Toren, kein Wunder gilt er doch heute als einer der „schönsten Trauungssäle der Welt“) in den Marmorsaal werfen. Bereits Vater Leopold Mozart und seine Kinder Wolfgang und Nannerl haben in dem ehemaligen Festsaal musiziert.

Das Schloss selbst war ein Liebesgeschenk, das Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau für seine Salome Alt erbauen ließ. Und es erfüllte auch seinen Zweck: 15 Kinder wurden dem Paar geschenkt, zehn davon blieben am Leben. Nach dem Tode Wolf Dietrichs wurde das Schloss von seinem Nachfolger Markus Sitticus von Hohenems in „Mirabell“ umbenannt.

Wir verlassen die noch nicht erblühten Gärten und begeben uns am Geburtshaus von Herbert von Karajan (einer der bedeutendsten österreichischen Dirigenten des 20. Jahrhunderts) vorbei über den Markartsteg (der zur „Liebesbrücke“ umfuntioniert wurde) in die weltbekannte Getreidegasse.

Love Locks, Markartsteg, SalzburgWer Zeit und Lust (und Bares) für ein exzessives Shoppingerlebnis hat, kann sich hier in Extase shoppen. Wir allerdings sind angehalten unsere Portemonnaies an uns zu halten und stehen vor Mozarts Geburtshaus. Das Wunderkind Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart (sein vollständiger Taufname) gilt als einer der wohl berühmtesten und bedeutendsten Komponisten. Unser Guide erfrischt uns mit weiteren Anekdoten während wir unseren Spaziergang durch die barocke Altstadt Salzburgs fortführen.

Wir kommen zum Domplatz, wo sich der Dom von Salzburg mit seiner markanten, zweitürmigen Fassade und dem mächtigen Baukörper vor uns präsentiert. Die barocken Plätze, die ihn umgeben, formen eine einzigartige Bühne, die von den Festspielen genutzt und von der Unesco als Weltkulturerbe gewürdigt wird.

Dom von Salzburg, WeltkulturerbeNach der Besichtigung des Doms werden wir noch kurz in Richtung der Festung Hohensalzburg gelotst, bevor wir einen Abstecher durch den Petersfriedhof machen und von dort zur Stiftskirche St. Peter kommen. Wir gehen gemeinsam zurück zur Getreidegasse, bedanken uns herzlichst bei unserem Guide mit kleinen Präsenten und verabschieden uns.

Nächster Termin um 12.00 Uhr im Stiftskeller St. Peter, wo wir uns zu einem herrlichen Mittagsmenü einfinden dürfen. Uhrenvergleich. Wir haben noch ganze 25 Minuten. Die Versuchung ist groß, auch wenn die Zeit ein wenig drängt. Zur allgemeinen Überraschung widerstehen sechs von acht Damen ihrem insgeheimen Shoppingdrang und schlendern nur über den Samstagsmarkt. Soviel zu Gruppenzwang. Zwei Ausreißer konnten wir allerdings nicht mit Vernunft überzeugen und sie gaben sich ihren Shoppinggelüsten hin.

Nichtsdestotrotz waren auch sie pünktlich beim Stiftskeller, dem Restaurant wo sich Geschichte und Zeitgeist treffen. Schon bei Betreten des Innenhofs spürt man den Atem der Historie, aber es klopft auch die Moderne an die Tür. Die festlich dekorierten Stuben bilden einen außergewöhnlichen Rahmen für das sinnliche Vergnügen und den Genuss.
Wir werden in die Richardstube entführt, die mit seinem romantischen Gewölbe eine ganz eigene Stimmung vermittelt. Wir nehmen Platz, was sich bei den roten Bänken, die sich den Wänden entlang schmiegen, etwas schwierig gestaltet, da doch etwas sehr schmal. Aber irgendwie funktioniert es.

Wir bekommen ein leckeres Drei-Gänge-Menü serviert. Angeführt von einer Rinderkraftsuppe mit Spinatnockerl, als Höhepunkt gibt es Hühnerkeule auf geschmortem Gemüse und zum Grande Finale Salzburgernockerl. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass wir mehr als gesättigt die Führungstour durch die Räumlichkeiten des Stiftskellers antraten.

Salzburger NockerlAls krönenden Abschluss des heutigen Infotages freuen wir uns auf die Führung durch das Salzbergwerk Berchtesgaden. Doch vergebens. Der Samstagsnachmittagsstadtverkehr macht uns einen gehörigen Strich durch unsere Zeitrechnung und im Stop-and-Go-Tempo geht es von einem Stau in den nächsten. Unsere Fahrerinnen geben zwar ihr Bestes um uns so schnell als irgendwie möglich aus den verstopften Straßen zu manövrieren, doch leider ohne Erfolg. So hetzen wir die letzten Meter zu den Eingangstoren des Salzbergwerks, doch hat die letzte Salzzeitreise des Tages vor wenigen Minuten bereits begonnen. Ohne uns.
Wir können unsere Enttäuschung kaum hinterm Berg halten und nur der Salzshop kann uns (und unseren Geldbörserln) Luft verschaffen. Da wir nun keinen Zeitdruck mehr haben, genießen wir Kaffee und Tee auf der Terrasse des Gasthaus Reichenbach.
Hätten wir da schon gewusst, dass uns auch auf dem Nachhauseweg stundenlanges Stop and Go erwarten würde, hätten wir die letzten Sonnenstrahlen des Tages sicherlich noch mehr und länger genossen.

Eure, in-das-Städtchen-Salzburg-verliebte Lisa

www.wikipedia.org, www.salzburg.info, www.salzburger-dom.at, www.stpeter-stiftskeller .at, www.salzzeitreise.de